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MONSTERS OF LIEDERMACHING

"Monsters of Liedermaching Live 2017”

MONSTERS OF LIEDERMACHING MOL - Tourflyer
MONSTERS OF LIEDERMACHING
1  –  2
Geneigte Leserin, geschätzter Leser: Was folgt, ist die Story der Monsters of Liedermaching. Das sechsköpfige Liedermacherungeheuer, bestehend aus den Herren Burger, Pensen, Totte, Labörnski, Rüdiger Bierhorst und Fred Timm, möchte sich an dieser Stelle höflich, aber nachdrücklich, vorstellen. Nicht zu früh, befindet sich die kauzige Combo doch just im 15ten Jahr ihres Bestehens. „Wow!“, sagen Monsterconnaisseure. „Wer?“ fragen Neulinge. Um letzteren jener Frage zu beantworten, und abschließend womöglich ebenfalls ein „Wow!“ zu entlocken, ist vorliegende Bandbiographie da. Normalerweise müsste an dieser Stelle jetzt ein Zitat der Band selbst kommen, irgendwas Bescheidenes, aber dennoch strotzend vor euphorischer Superlative. Aber bei einer Gruppe, die derart anders funktioniert, als der Rest der Musikszene, einer Band, die auf Bühnen im Halbkreis sitzt, und allein zur Gitarrenbegleitung mit Liedern über „Herzblatthubschrauber“, „Türen“, „weinende Frösche“, „Weltklassemelodien“ und „Blasenschwäche“ Clubs und Festivals zum Beben bringt, den Sitzpogo als Tanzart erfunden hat und mit Balladen zum Dahinschmelzen gekonnt vermischt, wollen wir auch diesbezüglich anders vorgehen.Die Fakten: Die Monsters of Liedermaching setzten sich 2003, eigentlich als Solisten gebucht, aufgrund einer spontanen Schnapsidee auf dem Hamburger Rockspektakel kurzerhand zusammen auf die Bühne, fanden die Potenzierung ihrer Energien wundervoll, und spielten bereits im Jahr darauf ihre erste komplette Tour, in deren Verlauf sie ausgewählte Songs mitschnitten und als Debüt-Live-Album „6 Richtige“ veröffentlichten. „Es war der Wahnsinn!“ sagt Monster Fred Timm dazu, „unser Publikum liebte unsere Power, die Kritik blieb unbehelligt.“, und Bandkollege Totte ergänzt mit leuchtenden Augen: „Beinah wären wir aus dem Stand enorm erfolgreich geworden, hätte uns die Realität kein Schnippchen geschlagen!“Die anderen Monster nicken bekräftigend, und Pensen fährt fort: „Die ganze Monsters-Sache ist halt eine sehr gute. Immerhin sind wir einerseits sechs autarke Songwriter, aber andererseits auch komplett unterschiedliche Charaktere, womit ganz organisch eine Themenvielfalt entsteht, nach der sich andere Bands die Finger lecken.“Rüdiger Bierhorst fügt an: „Zudem sind wir sechs Frontleute, die ohne Hierarchie auf der Bühne sitzen und gemeinsam ihre Songs singen, was eine Direktheit erzeugt, die gleich freundschaftliche Bande zu unserer lieben Hörerschaft knüpft. Das kriegst du mit keiner Lightshow oder Tanzchoreographie der Welt hin.“„Jawohl!“ stimmen Labörnski und Burger zu, um nicht ganz wortlos zu bleiben. Doch zurück zu den Fakten: Durch ihr Debütalbum und begeisterte Mundpropaganda kamen noch im gleichen Jahr die ersten Auftritte auf größeren Sommerfestivals, wobei ihr furios gefeiertes Konzert auf dem „Open Flair Festival“ quasi als Startschuß für ihren Einstieg ins seriöse Rockbusiness gilt. Die Verbundenheit zwischen den Monsters und dem „Open Flair“ hält bis heute an, fast alljährlich spielen sie dort auf und locken bereits zur Mittagsstunde Zehntausende Fans an, um gemeinsam Monsterslieder über coole „Zwerge“, „Cola Korn“ oder „Heidi und Seal“ zu zelebrieren. Von da an ging's immer weiter: Von Jahr zu Jahr stieg die Zahl ihrer Konzerte, die Clubs wurden größer, die Medien begannen ebenfalls, erstes Interesse zu entwickeln. Der Stil der Monsters blieb davon unberührt. Sie veröffentlichten einfach regelmäßig Live-Alben mit wunderschönen Liedern, um auch auf Tonträger ihrer einzigartigen Konzertatmosphäre gerecht zu werden.

„Vergiss den Kram von Hype und Trend! Es geht darum, authentisch zu bleiben.“ meint Labörnski dazu. „Zeitlos ist eben nur, wer auf Zeitgeist pfeift.“ sagt Burger. „Ja“, pflichten die anderen Monsters bei, um auch was zu sagen. Nach den Alben „Männer wie uns“, „Sitzpogo“ und „Haie im Flipperpelz“, sowie der Tour-DVD „Das Auge hört mit“, wurde es 2012 dennoch Zeit für einen weiteren, bizarren Selbstversuch im Monsters-Kosmos. „Wir dachten uns: Hey, alle Popidioten reden immer von den Charts, aber es sind unsere Konzerte, die voll sind. Warum machen wir nicht einfach mal beim Chartzirkus mit?“ beginnt Totte zu erzählen. „Genau. Aber ohne teure Videos, glatt polierte Mainstreamlieder oder überteuerte Boxen“ ergänzt Pensen. „Und zwar einfach mit dem, was wir eh stets tun: Einem guten Livealbum mit tollen Songs für einen fairen Preis.“ schließt Fred. Der Plan ging auf: Ohne Label, Sponsoring oder kompromittierende Kompromisse erreichte das fünfte Monsters-Livealbum „Schnaps und Kekse“ Platz 18 in den deutschen Albumcharts. „Jetzt wäre es langsam an der Zeit für ein paar heftige Stories mit Drogen oder so, wegen unseres großen Ruhms.“ überlegt Burger jetzt laut. „Gab's aber nicht.“ meint Rüdi. „Außerdem ist die Biographie schon fast anderthalb Seiten lang. Wird Zeit für einen bündigen Schluss.“ befindet Labörnski. Die Kollegen nicken stumm. Also kurz: Nach „Schnaps und Kekse“ feierten die Monsters ihr zehnjähriges Bestehen mit einer großen Tour und einem Best of Live- Album, gingen dann für anderthalb Jahre in eine Pause, um ihren Soloprojekten mehr Raum zu geben, fanden sich aber energiegeladen zum Open Flair Festival 2015 wieder zusammen, hatten derart viele Songs geschrieben, dass bereits 2016 das gefeierte Livealbum „Wiedersehen macht Freude“ erschien, und jetzt, ...tja ...jetzt: Jetzt ist es 2017, und ihr neuestes Werk “Für alle“ wird dieser Tage das Licht der Welt erblicken. Ist alles beim alten geblieben? „Ja!“ sagt Totte. „Nein!“ sagt Burger. „Ja und nein!“ krähen alle. Unbenommen ist „Für alle“ ein Monstersalbum, das vollgepackt mit wunderschönen, manchmal absurd-komischen, latent romantischen und kraftvoll alltäglichen Themen ist: „Feuerwehrleuten“wird ein Denkmal gesetzt, „Auftragskiller für die Mafia“ unterziehen sich Bewerbungsgesprächen, „Supermann“ ist auf Jobsuche, „Mein Hund“ wird geliebt, „Scheiß CD's werden beschimpft, der Liebe „ein Fels“ geboten, „Photoshop“ wird zur Weltmacht, ein „Institut“ wäscht unterm „Morgenstern“„Socken“, was auch immer: Kommt alles auf die „To Do Liste“. Soweit also klassischer Monsters-Kosmos. Dabei aber diesmal nicht in herzlich-rauher Live-Form, sondern, als smart-charmantes Studiowerk. Etwas funkelnder, aber nicht poliert. Voller Wärme, Freude und kantig, wie eh und je, aber klingt halt einfach toll. Kein Wunder: 14 Jahre lang konnten die Herren ja üben, die wissen genau, was sie wollen. „Wir wissen genau, was wir wollen.“ sagen sie nun, und ihre Augen funkeln, als wüssten sie genau, was sie tun. Ist das ein Weltrekord? Eine Band, die bald ihren 15ten Geburtstag feiert, in dieser Zeit sieben Alben, zwei DVDs und zwei E.P.s veröffentlicht hat, Hunderte von ausverkauften Clubshows gespielt hat, deren Auftritte auf Festivals NACH Bands wie„Deichkind“, „die Ärzte“ oder den „Toten Hosen“ gefeiert wurde, eine Band, die ohne Label und im Sitzen mit einem Livealbum auf Platz 18 in die Charts gehüpft ist, veröffentlicht jetzt, nach alldem, ihr erstes Studio-Album. Ihr Debüt, sozusagen.

„Weltrekord?“ fragen die Monsters jetzt zurück und zucken mit den Schultern. „Uns egal. Die Platte ist super, das zählt!“ Aber sie können sich ein Grinsen nicht verkneifen. Denn das ist halt der Kosmos der Monsters of Liedermaching: Alles läuft hier etwas anders. Aber mit großer Liebe und humorvollem Wissen. Mit Understatement, aber ohne falsche Bescheidenheit. Schräg, aber smart. So auch 2017, mit ihrem ersten Studioalbum. Sagen wir es so: Ihr neuestes Album bietet herrliche Musiklieder von den Monsters in Bestform. Für wen? Für alle! Überzeugt? Dann jetzt bitte alle: „Wow!“

Photo Credit: Florian Berger
Do 02.11.2017   Frankfurt/Main
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Teilbestuhlt - kein Sitzplatzanspruch
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22,00 €
 
 
Einlass: 19:00  –  Beginn: 20:00  –  Anfahrt
 
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