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Sat
31.
07.
21

TENSIDE

Summer Shows 2021
TENSIDE
1  –  2
Metal lebt, verdammt noch mal. Ein Urschrei, erstmals ausgestoßen vor 50 Jahren und wie jedes andere Lebewesen aufdiesem Planeten der steten Evolution unterworfen. Warum zum Geier spielt dann plötzlich jeder nur noch das, wasirgendwer irgendwann mal vorgemacht hat? Auch die Modern-Metal-Institution TENSIDE erdreistet sich nicht,Antworten auf diese Fragen zu haben. Die Band weigert sich auf ihrem siebten Album „Glamour & Gloom“ aberimmerhin standhaft, Schema F zum Bandmantrazu erklären.TENSIDE spielen schon seit einigen Jahren so erfrischend, kompromisslos und trendbefreit, dass es eine Freude ist,ihnen zuzuhören. Jetzt haben sie noch mal eine Schippe draufgepackt. An Skills, aber auch an Eigenständigkeit. „Wirwollen keinMetalcore sein“, lautet dann auch die klare Ansage von Frontmann und Sänger Daniel Kuhlemann. „Uns istes wichtiger, unseren eigenen Sound zu etablieren und zu verbessern.“ Tatsache: „Glamour & Gloom“ ist modern undhart, hat dennoch nicht viel mit typischem Metalcore zu tun–und schon gar nichts mit dem verzweifelten Versuch,altmodischen Angewohnheiten freshe Klamotten anzuziehen. TENSIDE verpassen dem Heavy Metal ein Upgrade, einbionisches Facelifting, kurz: einen ordentlichen Tritt in den Hintern, der die harte Musik direkt hinein ins 21.Jahrhundert katapultiert.Die Schule aller harten Dinge haben TENSIDE natürlich ebenso durchlaufen wie jede andere Band, die im Zeichen vonRiffs, Rumms und Rabatz unterwegs ist. Und mittlerweile mit den meisten vonihnen die Bühne geteilt–unter anderemBad Wolves, Trivium, zuletzt Killswitch Engage. Deutlich mehr noch als der Vorgänger steht „Glamour & Gloom“nämlich für eine dezidiert eigene Note, die man ab sofort einfach als TENSIDE abspeichern wird. Hunderte Live-Showszwischen verschwitzten kleinen Clubs und den größten Metal-Festivals Europas und Asiens haben natürlich auch ihrenAnteil daran. Mit dem bislang stärksten Line-Up der 15-jährigen Geschichte wurde der massiv drückende Live-Soundder Band erstmalsdeckungsgleich im Studio eingefangen–ein Mitverdienst auch von Produzent Christoph vonFreydorf (Emil Bulls). „Losgelegt mit den neuen Songs haben wir im Oktober 2018, im Januar 2019 zogen wir uns mitChristoph wochenlang in ein abgelegenes Haus bei Saarbrücken zurück, um ohne jede Ablenkung die Vorproduktionanzugehen. Ohne Internet, ohne Kontakt zur Außenwelt.“ Danach war die Arbeit natürlich noch nicht getan: Imbandeigenen Studio arbeitete man weiter wie besessen an den Stücken. Solange eben, bis allevollauf zufrieden waren.Wie eingespielt das Team TENSIDE mittlerweile ist, erzählt jeder einzelne Song des Albums. Geprägt von jenen Zeiten„zwischen Glanz und Elend“, in denen wir leben, erforschen TENSIDE zwar auch die dunklen Abgründe des Lebens;siesehen es aber nicht ein, kampflos aufzugeben. Das bittere „Cannibals“ hält uns allen mit bleiernen Riffs unsereGleichgültigkeit wie einen Spiegel vor, „The Last Anthem“ ist ein furioser, wild entschlossener Einmarschsong, „AsAbove So Below“ knallt uns als Hymne der Rebellion ordentlich Blei vor den Bug, im triumphalen Ohrwurm „AlongWith The Gods“ lassen TENSIDE die Liebe doch tatsächlich über den Hass siegen.„All Black Everything“ schließlich ist das mit Abstand düsterste und heftigste Stück Musik, das die Band je geschriebenhat. „Mir wurde das Tagebuch einer mir nahestehenden Person vermacht, die Selbstmord begangen hatte. Dieser Songverarbeitet die dort niedergeschriebenen Gedanken–keine positive Message, kein Ausweg, nur Dunkelheit.“ Einheftiger Brocken. Aber auch ein verdammt packender Song. „Darkness shall grow upon the saints and all the blessed“,heißt es darin wenig hoffnungsfroh. Doch genau darum geht es ja auf „Glamour & Gloom“. Wir sind nicht ewig hier.Kriegen wir also verdammt noch malden Arsch hoch und machen was draus!
Sat 31.07.2021   Frankfurt/Main
Nachtleben
Der Land Hessen macht zur Auflage, einen negativen Schnelltest beim Einlass vorzuzeigen. Dieser darf nicht älter als 24 Std. sein.
Bei positivem Testergebnis wird kein Einlass gewährt und der Anspruch auf Rückerstattung entfällt.
Geimpfte bitten wir, den Impfpass mitzubringen und Genesene einen PCR-Befund, der nicht älter als 6 Monate ist.
Ticket Price
16.50 - 49.50 €
 
Admission: 19:00 –  Starts at: 20:00 –  How to get there
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Credit: Steffi Rettinger

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