Concert

Sun
05.
12.
21

A Sunday evening with Emirsian

A Sunday evening with Emirsian
1  –  2
Gefördert von:
Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien („BKM“) und der Initiative Musik
www.kulturstaatsministerin.de
www.initiative-musik.de

EMIRSIAN
„Lezoon“

Das Folgende ist, wie man so schön sagt, ein „pretty big statement“, aber es ist einfach mal wahr: Ohne den Frankfurter Sänger und Gitarristen Aren Emirze wäre Deutschlands Musikkultur um viele Facetten ärmer. Über 22 Jahre und neun Alben stand er Deutschlands langlebigster Noiserock-Formation Harmful vor, war deren Hauptsongwriter, Frontmann und Triebfeder. Kaum verabschiedete sich die Band 2014 mit dem brillant programmatisch betitelten Album „Sick and Tired of Being Sick and Tired“, reüssierte er zusammen mit dem Sportfreude Stiller-Drummer Flo Weber als Taskete!, ein Duo, das selbst in dieser Phase, in der Duos immer mehr Popularität und Anklang fanden, zu einem reißenden Ausnahmeprojekt zwischen Noiserock, kratzigem Blues und Vocoder-Pop geriet. Und mit Musa Dagh steht in Kürze schon wieder eine neue laute Band an, die man guten Gewissens eine „Supergroup des deutschen Rock“ nennen kann und die neben Emirze aus dem ehemaligen Blackmail-Sänger Aydo Abay, dem Beatsteaks-Drummer Thomas Götz sowie dem Produzenten Moses Schneider (Beatsteaks, Tocotronic, Fehlfarben) besteht (mehr dazu zu einem anderen Zeitpunkt).
Doch Emirze kann auch anders, nämlich leise, melancholisch und zerbrechlich. Was er neben dem Duo Aren & Chima, das er gemeinsam mit dem Brothers Keepers-Sänger Chima betreibt (und ihn erstmals in deutscher Sprache singend zeigte) seit rund eineinhalb Jahrzehnten mit dem Akustik-Projekt Emirsian beweist. Dieses Projekt ist eine sehr persönliche Angelegenheit für Aren, von Anbeginn: Denn schon das erste Emirsian-Album geht zurück auf die Tonbandaufnahme eines Songs seines verstorbenen Vaters und Arens Bedürfnis, sich infolgedessen auf die Suche nach seinen armenischen Wurzeln zu machen.
In Emirsian trifft großartiges Singer-/Songwritertum auf stilistische Elemente armenischer Folklore, es sind zurückhaltende, kontemplative Songs, die zwischen den Welten und Genres schweben. Vier Alben hat Aren Emirze bislang unter diesem Banner veröffentlicht, jedes davon erzählte eine eigene Geschichte und liegt einem anderen Urknall zugrunde, ähnlich wie es mit dem Tape des Vaters rund um das Debütalbum schon war. Am konsequentesten auf seinen armenischen Wurzeln basierte bislang das letzte und vierte Emirsian-Album „Papak“, das er gemeinsam mit dem Gitarristen und Sänger Ara Dabandjian aufnahm und komplett auf Armenisch eingesungen wurde.
Nun ist die Zeit reif für ein fünftes Kapitel in der vermutlich auf ewig fortzuschreibenden Emirsian-Geschichte – ein Kapitel, das diesem Projekt wieder völlig neue Nuancen und Facetten hinzu fügt. Es ist das stilistisch zweifellos breiteste aller Emirsian-Alben, was sicher auch an dem „Urknall“ liegt, der dieses Album durchzieht: Die Trennung von der Mutter seiner Tochter und die Wiederentdeckung einer persönlichen Freiheit, die man einst mit Vorsatz aufgab. Es ist das erste Album unter diesem Namen, das eine Reihe prominenter und/oder für Aren persönlich bedeutsamer Features bereit hält (bis hin zum Schlusssong, den er gemeinsam mit Tochter Veron aufgenommen hat). Und es ist die erste Emirsian-Platte, die neben englischen und armenischen Lyrics auch auf Deutsch gesungene Stücke vorstellt.
Das ist indes nicht das einzige, was sehr mutig ist an diesem Werk – überhaupt, findet auch Aren selber, „bricht diese Platte mit vielen Gewohnheiten. Sprachlich, stilistisch und auch klanglich – wenn man das Album so durchhört, bekommt man immer mal wieder eine Backpfeife als Hörer“, lacht er. „Es war auch in einem Punkt das schwierigste Album, das ich mit Emirsian bislang gemacht habe: Die Aufnahmen an sich waren recht einfach und gingen schnell – doch als ich die Songs dann zusammen hatte, habe ich mich gefragt: Wie mache ich daraus einen stimmigen Longplayer? Mit der Reihenfolge der Songs habe ich sehr lange herumexperimentiert.“ Das Album habe dennoch „dringend rausgemusst aus mir“, sagt Aren –wobei das mit den vier Emirsian-Vorgängern nicht groß anders war. Drei, vier Songs seien schon etwas älter, der Rest kam dann in kurzer Abfolge hinzu, als klar war, dass er ein weiteres Emirsian-Album aufnehmen möchte.
Eins sei klar, sagt Aren noch: „Das ist echt kein Album, um es nebenbei zu hören, es fordert dem Hörer schon einiges ab, man muss sich darauf einlassen. Schon weil jeder Song nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern ebenso eine hat.“ Es ist zwar ein gängiges Mittel, um eine Platte in all ihren Songs und Details aufzuschlüsseln, aber gerade aus dem Grund macht es hier so viel Sinn wie selten: Reisen wir im Folgenden durch die zehn Songs von „Lezoon“, erklärt in Arens Worten.
Sun 05.12.2021   Frankfurt/Main
Nachtleben
Das Konzert findet unter der 2G+ Regel statt. Zutritt ist ausschließlich für Geimpfte und/oder Genesene (mit jeweiligem Nachweis) sowie zusätzlich einem negativen Corona-Schnelltest von einer offiziellen Teststelle (welcher nicht nicht älter als 24h ist) möglich.
Bitte haltet beide Nachweise sowie euren Personalausweis zum Abgleich am Einlass bereit.
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Seated
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